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Pferderennbahnen im Überblick

Pferderennen dienten früher der Auslese nach Leistung, das beste Zuchtpferd hatte eine Rennkarriere hinter sich. Natürlich interessiert Züchter und Pferdebesitzer auch heute noch der Leistungsaspekt, für die Besucher ist jedoch ein ganz anderer Aspekt interessant: Der Abschluss von Wetten bindet auch den Besucher direkt in das spannende Geschehen ein und ermöglicht ihm außerdem, nicht wenig Geld zu verdienen, wenn er seine Pferderennbahnen im Überblick hat.

Denn die Wetteinahmen belohnen in erster Linie die Gewinner, etwa 75 % des Einsatzes werden an sie ausgeschüttet. Lediglich ein Viertel geht an die Sieger und deren Rennvereine. Ein lohnendes Geschäft, wenn man es systematisch angeht: Wer Erfolg beim Wetten haben möchte, muss sich als Erstes die Mühe machen, die Pferderennbahnen im Überblick zu haben. Dann kommt es darauf an, die Besonderheiten der einzelnen Rennbahnen kennenzulernen und ausgehend von diesem Wissen die nächsten Einsätze strategisch sinnvoll zu planen.

Pferderennbahnen im Überblick – Trabrennbahnen

Die Zentren des Trabrennsports sind Hamburg und München, das Ruhrgebiet und Berlin. Neun große, ständig betriebene Rennbahnen gibt es im Bundesgebiet, jährlich finden rund 4.000 Trabrennen statt, deren Wettumsatz heute um 40 Millionen Euro beträgt.

Die Wiege des modernen Trabrennsports liegt in Hamburg, wo 1874 der Hamburg-Altonaer Renn- und Traberclub gegründet wurde. Heute finden in der Trab-Arena im Sportpark Hamburg an über 60 jährlichen Renntagen Trabrennen statt.

Berlin verfügt gleich über zwei traditionsreiche Trabrennbahnen: Auf der Trabrennbahn Berlin-Karlshorst finden das ganze Jahr über Rennen statt, sonntags oder an den Abenden eines Feiertages. Außerdem gibt es Familienrenntage mit einem Rahmenprogramm für Kinder. Auf der Trabrennbahn Berlin-Mariendorf wird seit über 100 Jahren das deutsche Traberderby ausgetragen, der Höhepunkt aller dreijährigen Pferde am ersten Sonntag im August. Sonst finden die Rennen in der Regel Sonntagnachmittag und Mittwochabend statt, an etwa 60 Renntagen im Jahr.

Ebenfalls über 100 Jahre alt ist die Trabrennbahn in Mönchengladbach, auch eine der ältesten Bahnen Deutschlands, die Dienstag ihren Hauptrenntag hat. Dieses Jahr hundertstes Jubiläum hat die Trabrennbahn von Gelsenkirchen, sie gehört mit 1.200 Metern zu den längsten Bahnen in Deutschland. Hier wird an 50 Donnerstagen und meist 10 Sonn- und Feiertagen getrabt.

Bayerns älteste Trabrennbahn liegt in Pfarrkirchen, sie wurde 1894 gebaut und ist berühmt für ihr traditionelles Pfingstmeeting, das Trabrennfans aus der ganzen Welt anzieht. Andere Bahnen in Bayern: München Daglfing (Renntage Freitag und Sonntag), Pfaffenhofen ("Hopfenmeile" 43 Veranstaltungen pro Saison mit mehr als 150 000 Zuschauern) und Straubing (Hauptrenntage Dienstag und Samstag).

Galopprennbahnen im Überblick

Viel seltener ausgetragen, aber in Flair und Nervenkitzel für den Zuschauer unerreicht sind die Galopprennen. Unter den großen Galopprennbahnen Deutschlands ist zuerst Baden-Baden Iffezheim zu nennen. Die drei jährlichen Renn-Meetings bieten 15 Renntage mit etwa 180 000 Gästen, am Totalisator werden fast 8 Millionen ausgezahlt.

Weitere Galopprennbahnen liegen in Dortmund-Wambel und Düsseldorf, Hamburg Horn (Deutsches Derby) und Berlin Hoppegarten, Köln Weidenpesch und Frankfurt, München Riem und Mühlheim an der Ruhr. Immer wieder entwickeln sich neue kleine Galoppsportzentren, wie die Bahn von Krefeld oder Bremen Vahr, außerdem warten noch fast vierzig kleinere regionale Galopprennbahnen auf Besucher.

Auf den großen Galopprennbahnen werden zwischen acht und zwanzig Rennveranstaltungen im Jahr durchgeführt. Sie geben dem Besucher nicht nur Gelegenheit zu lukrativen Wetteinsätzen, sondern sind mit ihrer reizvollen Lage auch sehr lohnende Ausflugsziele für die ganze Familie.

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